Fast jeder hat es schon einmal gesehen, aber nur wenige Menschen kennen ihn mit Namen: Der Kapodaster. Ein beliebtes Gerät unter Gitarristen, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Aber worauf sollte man beim Kapodaster kaufen achten?


 

Was ist ein Kapodaster?

Kapodaster kaufenEin Kapodaster wird dazu verwendet, die schwingende Saitenlänge eines beliebigen Saiteninstruments (oft wird er bei einer Gitarre verwendet) zu verkürzen. Er wird in einem beliebigen Bund, also nicht auf den Bundstäbchen positioniert und drückt die Saiten so auf das Griffbrett der Gitarre.

 

Kapodaster kaufen

Einen Kapodaster kaufen kann man natürlich in jedem lokalen Musikgeschäft vor Ort, oder im Internet. Bevor Du dir ein Kapodaster kaufen möchtest, solltest Du allerding folgende Dinge beachten:

  • Du musst auf das Profil deines Griffbretts achten ⇒ Wenn Du z.B. eine klassische Gitarre mit Kunststoffsaiten hast (also ein gerades Profil) musst Du auch einen geraden Kapodaster kaufen. Hast Du aber z.B. eine Westerngitarre mit Stahlsaiten (gewölbtes Profil) musst Du auch einen gewölbten Kapodaster kaufen.

 

  • Die Druckeinstellung beim Kapodaster muss ausreichend regulierbar sein, da sonst unschöne Schnarrgeräusche entstehen können. Das ist oft bei günstigeren Kapodastern der Fall.

 

  • Der Kapodaster soll weder die Saiten, noch den Gitarrenhals beschädigen. Das ist oft der Fall, wenn der Kapodaster mit einer Spannschraube ausgestattet ist. Also beim Kapodaster kaufen am besten darauf achten, dass er keine Spannschraube hat.

 

Notation

Die Notation mit einem Kapodaster ist prinzipiell ganz einfach: Der Kapodaster ist quasi als der Sattel der Gitarre zu betrachten. Wenn der Kapodaster also zum Beispiel im 3. Bund der Gitarre sitzt, werden die Noten so notiert, als wäre der 4. Bund der 1. Bund, der 5. Bund der 2. Bund, usw. Ein D im 5. Bund auf der a-Saite wird dann also als H im 2. Bund auf der a-Saite notiert. So kann ein Kapodaster immer flexibel eingesetzt werden.

 

Die Anwendung eines Kapodasters

Der Effekt eines Kapodasters ist der, die Seiten auf dem Steg zu verkürzen und auf diese Art den Klang höher zu schrauben. Der Kapodaster und seine Anwendung sind seit langer Zeit bei Musikern, die Gitarre spielen, sehr beliebt, da mit nur einem einfachen Aufsetzen das gesamte Klangbild verändert werden kann.

So entfällt auch der Transport des zu spielenden Stücks in eine andere Tonart, die den Fingersatz als schwieriger zu spielen erscheinen lässt. Das heißt, dass der Gitarrist deutlich höhere Töne erzeugen kann, er muss jedoch kein anderes System in Anwendung bringen.

Der Kapodaster wird auch aus dem Grund verwendet, dass eine einfacher zu spielende Form erzielt werden kann. Dieser Aspekt kann vor allen Dingen für junge Lernende des Instruments motivierend und Erfolg versprechend zugleich sein.

 

Kapodaster anbringen in 3 Schritten

  1. Zuerst musst Du dir überlegen, in welcher Tonart du spielen möchtest oder welche Klangfarbe Du erreichen möchtest. Bist Du noch kein Profi im Gitarre spielen, empfehle ich Dir auch zu berücksichtigen, welche Griffe du bisher beherrscht. Welcher Bund nun der richtige ist um Deinen Kapodaster anzubringen, ist nicht immer ganz einfach. Eine große Hilfe für die Wahl des richtigen Bundes ist eine sogenannte Transponiertabelle.
  2. Der nächste Schritt ist, den Kapodaster möglichst nah an dem Bundstäbchen anzubringen, das näher in Richtung Korpus der Gitarre sitzt. Wenn Du den Kapodaster genau in der Mitte des Bundes anbringst, kann es passieren, dass die Gitarre unschön und verstimmt klingt.
  3. Als letztes ist beim Kapodaster anbringen auf die Druckkaft zu achten. Hier ist es wichtig genau die richtige Druckkraft zu wählen. Drückt der Kapodaster zu fest auf die Saiten, kann es passieren, dass sie sich verstimmen. Drückt er jedoch zu locker auf die Saiten, kann es passieren, dass die Gitarre unsauber klingt.

Diese drei Schritte sind auch schon alles, worauf Du beim Kapodaster anbringen achten musst. Und nun viel Spaß und Erfolg beim Spielen!

 

Kapodaster selber bauen, geht das?

Vorweg einmal: Ja, Du kannst einen Kapodaster selber bauen, aber nein, es ist nicht empfehlenswert. Der Grund, warum es nicht empfehlenswert ist, ist auch ganz einfach: Zum Einen wird es sehr wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die Gitarre unsauber und nicht schön klingt und zum Anderen kann es natürlich sehr schnell passieren, dass Du dadurch deinen Gitarrenhals zerkratzt oder die Saiten beschädigst.

Wenn Du jetzt sagst, dass Dir das egal ist und das Risiko eingehst, kannst du natürlich einen Kapodaster selber bauen. Dabei musst Du einfach nur kreativ genug sein. Zum Beispiel könntest du einen Bleistift und ein Gummiband nehmen und den Bleistift auf die Seiten legen und mit einem Gummiband befestigen.

Natürlich kannst Du dir auch andere Arten überlegen wie Du dir einen Kapodaster selber bauen kannst. Du benötigst lediglich einen geraden Gegenstand und eine Möglichkeit den Gegenstand auf der Gitarre zu befestigen. Das funktioniert natürlich nur bei Gitarren mit einem geraden Halsprofil. Einen genau passenden gewölbten Gegenstand zu finden, wenn Du eine Gitarre mit einem gewölbten Halsprofil hast, sollte schwer werden.

Dennoch möchte ich nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Du lieber ein paar Euro in die Hand nehmen solltest um Dir einen vernünftigen Kapodaster kaufen zu können. Ich habe Dir einmal drei empfehlenswerte Kapodaster herausgesucht.

Letzte Aktualisierung am 17.02.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API